Széchenyi-Platz

Dieser auch heute noch zentrale Platz Győrs war schon immer das Herz der Stadt. Hier spielte sich das ganze Leben des historischen Győr ab, hier fanden Volksversammlungen, offizielle Anlässe, Prozesse, Hinrichtungen, Märkte statt. Unter anderen boten hier die Frauen der Donauschiffsmüller ihre aus Weizenmehl und feinem Roggenmehl gebackenen Wecken und Narbenbrote an.

Seine heutige Form erhielt der Platz mit der Stadtsanierung im 16. Jahrhundert, als nach dem großen Stadtbrand von 1566 das städtische Straßennetz endgültig im Grundbuch festgelegt wurde.

Im 17–18. Jahrhundert wurde der Platz Marktplatz genannt, üblicherweise unterhielten hier auch die in die Stadt kommenden Wanderkomödianten das Volk. Im 19. Jahrhundert fand er schon als Hauptplatz Erwähnung, seinen heutigen Namen erhielt er von der Stadtversammlung 1860, noch im Sterbejahr von István Széchenyi.

Das an der Ecke der Ányos-Jedlik-Straße stehende Haus Nr. 1 gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Zwar wurde es im 18. Jahrhundert umgebaut, aber es stammt aus den 1600-er Jahren. Das eine Nummer weiter stehende, gut an seinen Wandsäulen zu erkennende Gebäude entstand nach Plänen des Győrer Architekten Antal Fruhmann.

Die farbigen historischen Fassaden des Platzes – darunter das Haus mit dem Eisenstock mit seinem geschlossenen zylindrischen Eckbalkon -, der doppelte Turm der St.-Ignatius-Kirche des Benediktinerordens und die sich an der Ostseite des Platzes erhebende, 1686 in Gedenken an die Rückeroberung Budas errichtete Mariensäule sind heute ikonische Wahrzeichen Győrs.

 

 

 

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